In den meisten Fällen von Darmkrebs ist die Operation des Darmtumors ein wichtiger Schritt zur Behandlung - sie ist in der Regel Voraussetzung dafür, dass die Erkrankung geheilt werden kann. Der anschließende Therapieplan richtet sich u.a. nach dem Ergebnis der Operation, der Frage also, ob der Tumor restlos entfernt werden konnte. Ob neben der Operation noch andere Therapien, beispielsweise eine Chemotherapie oder eine Bestrahlung, nötig sind, hängt auch vom vorliegenden Krankheitsstadium ab. 

Auf der Basis wissenschaftlicher Untersuchungen haben Ärzte standardisierte Vorgehensweisen zur Behandlung von Darmkrebs entwickelt (so genannte medizinische Leitlinien). Immer ist jedoch auch zu beachten, dass jeder Krebspatient ein ganz individuelles Krankheitsbild mitbringt. Neben dem Krebsstadium spielen die seelische und körperliche Verfassung sowie eventuelle Begleiterkrankungen eine wichtige Rolle bei der Therapiewahl. Es kann daher sein, dass man in bestimmten Fällen vom gängigen Behandlungsschema abweicht.

Wenn Sie einmal Zweifel an den Therapieempfehlungen Ihres Arztes haben, scheuen Sie sich nicht, Ihren Arzt auf die Möglichkeit anzusprechen, eine zweite ärztliche Meinung einzuholen. Nehmen Sie auch Kontakt mit Ihrer Krankenkasse auf. Viele Krankenkassen bieten besondere Zweitmeinungsverfahren und weitere Informationsmöglichkeiten an.

Insbesondere die Tumorzentren oder Universitätskliniken bieten bei einer Zweitmeinung eine verlässliche Beratung. 

 


Dieser Text entstand mit fachlicher Unterstützung des Krebsinformationsdiensts (KID).