Tai Chi ("Schattenboxen") und Qi Gong sind Bewegungsübungen mit meditativen Elementen, die eng mit der Traditionellen Chinesischen Medizin verbunden sind. Sie helfen, den Körper zu stärken und das innere Gleichgewicht wieder zu finden und typische Begleiterscheinungen der Krebserkrankung wie Erschöpfung, Müdigkeit, Stress und Unausgeglichenheit zu überwinden.

Krankenkassen, Volkshochschulen und Sportvereine bieten Kurse an, in denen man diese fernöstlichen Formen der leichten Gymnastik erlernen kann.

Tai Chi

Tai Chi (auch Tai Chi Quan oder Tai Chi Chuan) ist eine Variante des Qi Gong, bekannt auch als "Schattenboxen". Es basiert ausschließlich auf Bewegungsübungen, Halteübungen fehlen.

Tai Chi verbindet Bewegung, Meditation und Heilgymnastik; die Übungen werden langsam, fließend und regelmäßig ausgeführt. Ergebnis: Ausgeglichenheit und Konzentrationsfähigkeit bessern sich oft deutlich, die Ausdauer steigt, die Muskeln und Gelenke werden kräftiger und geschmeidiger. Tai Chi besonders gut für kranke oder ältere Menschen geeignet, da die Übungen weder anstrengend sind, noch Verletzungsgefahr besteht. Sie helfen auch bei stressbedingten Beschwerden wie Nervosität, Schlafstörungen, innerer Unruhe und seelischer Verstimmung.

Qi Gong

Diese meditative Gymnastik will den Fluss der Lebensenergie (Qi) durch Atmung (Gong) aktivieren. Langsame und bewusst ausgeführte Bewegungen und Halteübungen, die durch spezielle Atmung und innere Vorstellungskraft unterstützt und geleitet werden, stärken und stimulieren zugleich. Die Übungen gehen auf Bewegungsabläufe zurück, die bei Tieren abgeschaut wurden, das so genannte "Spiel der fünf Tiere": Bär, Tiger, Hirsch, Affe und Kranich.

In China wird Qi Gong als Gymnastik sehr häufig praktiziert. In einer Studie an älteren, körperlich geschwächten Menschen ließ sich eine Kräftigung des Körpers wissenschaftlich nachweisen.