Wenn Sie an Dick- oder Mastdarmkrebs erkrankt sind, wird in den meisten Fällen eine Operation notwendig sein, der Sie sich so bald wie möglich unterziehen sollten. Man sollte nicht zu lange mit dem Eingriff warten, denn sonst steigt das Risiko, dass die Erkrankung fortschreitet und sich beispielsweise Tochtergeschwülste (Metastasen) bilden.

Die Heilungschancen sind abhängig davon, in welchem Stadium der Darmkrebs sich befindet. Ganz entscheidend ist aber auch, wie sorgfältig die Operation vorgenommen wird. Ihre Operation sollte deshalb an einer Klinik mit besonderer Erfahrung in der Darmchirurgie durchgeführt werden. Dies gilt besonders für die komplizierteren Operationen am Mastdarm. Erfahrung in der Behandlung von Darmkrebs haben Darmkrebszentren (Verzeichnis zertifizierter Darmkrebszentren in Deutschland hier). Chirurgische Abteilungen von Kliniken, die sich auf Operationen am Darm spezialisiert haben, können sich auch zertifizieren lassen (eine Liste finden Sie hier).

Sind zum Zeitpunkt der Diagnosestellung Metastasen in anderen Organen vorhanden oder entwickeln sich solche später im Verlauf der Erkrankung, können sie unter Umständen operativ entfernt werden. Die meisten Metastasen bei Darmkrebs treten in der Leber auf. Zertifizierte leberchirurgische Zentren finden Sie hier.

Wenn bei einer weit fortgeschrittenen Erkrankung keine Heilung mehr möglich ist, kann der Darmtumor belassen werden, außer es droht ein Darmverschluß oder ein hoher Blutverlust infolge von Blutungen im Darm.

 


Dieser Text entstand mit fachlicher Unterstützung des Krebsinformationsdiensts (KID).