Sunny206
1 postsGuten Abend Zusammen,
meine liebe Mama erhielt im Juli 2025 die furchtbare Diagnose Dickdarmkrebs mit Lebermetastasen.
Ich versuche stichpunktartig das Wichtigste aufzulisten:
- Ileostoma als erste OP 2 Wochen nach Diagnose wegen Angst vor Darmverschluss
- zwei weitere Wochen später Chemo Folfox 6 mit Antikörper, zunächst 6 Zyklen - der Zustand meiner Mama war sehr kritisch und die Ärzte waren eher skeptisch, ob sich was tut
- Gewichtsverlust wegen Chemo und auch Stoma auf 37 kg -> dann parenterale Ernährung. Zunächst mit standardisierten Lösungen (Olimel), dann Wechsel zu individuell angemischten Beuteln. Nach 4 Monaten ist das Gewicht bei 48 kg.
- Chemo wird gut vertragen, nach anfänglichen starken Nebenwirkungen wie Erbrechen, Schleimhautreizungen, Nierenversagen, Blutgerinnsel in der Speiseröhre
- Staging nach 6 Zyklen zeigt Erfolg. Massiver Rückgang der Tumormarker. Laut CT wurde alles kleiner, sowohl Tumor als auch Metastasen in der Leber. Daher Fortsetzung der Chemo auf 12 Zyklen bis Ende Januar.
Fragestellung: die Ärzte sind derzeit wohl nicht der Meinung, dass meine Mama geheilt werden kann. Obwohl eig die Therapie gut anspricht und sie noch nicht das zweite CT gesehen haben, reden sie bereits von einer Erhaltungstherapie. Das spricht also nicht für den Ansatz einer Heilung. Angeblich wäre eine OP nicht möglich. Es wäre ein großer Eingriff. Meine Mama belastet die Krankheit an sich und auch das Stoma sehr. Es ist ist einfach eine Einschränkung und eine verminderte Lebensqualität. Das Stoma ist wieder zurückzuverlegen. Das wollen sie aber wohl nicht machen. Ich tue mich schwer, weil ich kein klares Bild der Ärzte bekomme.
Ich habe auch ehrlich meine Zweifel, ob es einfach dort keine Optionen auf OP oder anderweitige Therapiemöglichkeiten gibt. Ich möchte daher gern eine Zweitmeinung einholen. Im Moment werden wir in einer allgemeinen Klinik behandelt. Keine Uniklinik. Ich glaube aber zunehmend, dass hier Spezialisten ran müssen.
Ich habe mich sehr mit dem Thema beschäftigt und auch den Arztbericht genau untersucht. Da steht auch was von Peritonealkarzinose…nie hat aber ein Arzt davon was erwähnt. Es wird von multiplen Metastasen auf beiden Leberlappen gesprochen. Für mich ist das alles sehr „oberflächlich“. Die behandelnden Ärzte wechseln ständig. Sie haben nie Zeit und wirken teils gestresst. Es ist wirklich schwer für Betroffene und Angehörige. Mein Gefühl sagt mir einfach, dass nicht alle Optionen ausgeschöpft sind. Ich möchte mich nicht damit zufrieden geben, dass nicht eine Heilung möglich wird. Es gibt so viele Optionen neben der Chemo und OP, was die Metastasen betrifft.
Ich bin wirklich sehr besorgt. Die Ungewissheit und dieses Geduld haben ist eine Zerreißprobe.
vielleicht gibt es hier jemanden, der hierzu eine Erfahrung teilen kann. Im Idealfall eine Empfehlung für Kliniken bzw. Ärzte. Wir bevorzugen natürlich an sich den Münchner Raum. Gehen aber gern auch darüber hinaus, wenn es Optionen gibt.
Herzlichen Dank vorab!! Liebe Grüße
